Ein Marsch für die Wissenschaft

Wissenschaft und Forschung sind eine Lebensgrundlage unserer offenen und demokratischen Gesellschaft. Da gerade in Zeiten „alternativer Fakten“ diese Botschaft besonders wichtig ist, finden am 22. April 2017 weltweit Demonstrationszüge statt. In Deutschland nehmen am sogenannten „March for Science“ die Städte Berlin, Hamburg, Leipzig, Dresden, Frankfurt, München, Göttingen, Bonn und weitere teil. Anja Neidhardt sprach mit Tanja Gabriele Baudson (TU Dortmund), einer der Initiatorinnen und Mitverantwortlichen für die Koordination der Wissenschaftsmärsche in Deutschland.

  1. Worum geht es beim March for Science?

In vielen Ländern der Welt sehen wir, dass Populismus und sogenannte „alternative Fakten“ in die Debattenkultur Einzug halten oder diese sogar dominieren. Wenn gesellschaftliche Diskurse und politische Entscheidungen jedoch nicht mehr auf Fakten und wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen basieren, sondern auf Meinungen und diffusen Gefühlen, gefährdet das die Demokratie als Ganzes. Dem kann und muss die Wissenschaft, die der Wahrheit in besonderer Weise verpflichtet ist, entgegenwirken. Demokratie geht uns alle an – und entsprechend ist der March of Science auch keine „Wissenschaftsveranstaltung“, sondern richtet sich an alle, denen diese Themen wichtig sind.

  1. Wen ruft ihr dazu auf, mit euch auf die Straße zu gehen?

Alle, die zwischen fundierter Erkenntnis und Meinung unterscheiden können und wollen und die in einer Demokratie leben möchten, in der Entscheidungen auf Grundlage wissenschaftlicher Evidenz und nicht auf Basis von „gefühlten Wahrheiten“ und Emotionen getroffen werden.

  1. Warum habt ihr den 22. April als Datum ausgewählt?

Der March for Science ist eine weltweite Veranstaltung. Der „Earth Day“, der Tag der Erde, wurde von den zentralen Organisatoren in Washington, DC, ausgewählt. Der erste Earth Day 1970 gilt in den USA als Wendepunkt in der Umweltpolitik: An diesem Tag wurde die Environmental Protection Agency gegründet – eine der Institutionen, die durch die Regierung Trump als erste massive Einschränkungen hinnehmen musste.


Der March for Science in Berlin startet am 22. April 2017 um 13 Uhr vor der Humboldt-Universität zu Berlin (Unter den Linden 6). Eine Übersicht mit allen Demonstrationszügen in Deutschland findet sich unter http://marchforscience.de/auch-in-deiner-stadt

Die Organisator*innen arbeiten ehrenamtlich; für die Deckung anfallender Sachkosten sind sie allerdings sehr dankbar für Spenden. Hier geht es zur aktuell laufenden Crowdfunding-Kampagne: https://www.startnext.com/marchforscience

Anja Neidhardt, April 2017

 

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