Das gute Fressen

Der Trend zu bewusster Ernährung und der bevorzugten Verwendung von regionalen, saisonalen, Bio- oder veganen Lebensmitteln hat sich längst aus den subkulturellen Nischen vergangener Jahre heraus, mitten in den Mainstream urbaner Gesellschaften hinein etabliert. Die bewusste Beschäftigung mit der Herkunft und Produktion der Nahrungsmittel sind zu elementaren Faktoren unseres Konsumverhaltens geworden.

DESIGNABILITIES empfiehlt heute fünf Dokumentationen, die sich diesem Themenkomplex aus unterschiedlichen Blickwinkeln nähern und deren Trailer wir im folgenden kurz zusammengestellt haben.

Die jüngste davon – Food Chains – setzt sich kritisch mit den Hintergründen und systemischen Verzahnungen der industriellen und landwirtschaftlichen Massenproduktion auseinander.

Die Dokumentation Slow Food Story porträtiert die Ursprünge und Auswüchse der gleichnamigen Bewegung, welche ihren Ursprung in der kleinen Stadt Bra im Nordwesten Italiens hatte. Vor 25 Jahren traten die Einwohner dieses kleinen Städtchens den Kampf gegen die großen Fast-Food-Konzerne an und weigerten sich, eine Filiale in ihrer Heimat zu akzeptieren. Nach einem Vierteljahrhundert ist die Bewegung in über 150 Ländern vertreten. Die Mitglieder setzen sich gegen minderwertiges Fast-Food und für den gesunden und bewussten Umgang mit Lebensmitteln ein.

In GMO OMG werden drastische Auswirkungen des Anbaus, Vertriebs und Konsums von genmanipulierter Nahrung beleuchtet.

Still erzählt die Geschichte einer jungen Bäuerin im bayerischen Oberland. Als junge Frau verlässt den Hof der Eltern und geht auf eine Alm in den Bergen. Abgeschieden von der Welt im Tal führt sie ein einfaches, aber freies Leben, gebunden nur an den Rhythmus, den die Tiere auf der Alm ihr vorgeben. Uschi melkt, buttert und macht Käse. Sie ist eins mit sich und den Tieren, für die sie Verantwortung übernommen hat. Eine Dokumentation über ein(en Traum vom) Leben auf der Alm. Voller Widrikeiten, aber eben auch: wider alle äußeren Zwänge.

In ihrer Dokumentation Le Semeur begegnet Julie Perron dem kanadischen Künstler und Samenforscher Patrice Fortier, der sich mit seinen Aktionen für den Erhalt der Pflanzenvielfalt einsetzt und auf seiner Farm insbesondere der Zucht und dem Erhalt vergessener Samen widmet.

About designabilities

http://www.design-research-lab.org/team/tom-bieling/
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