What distinguishes “Research through Design” from “Design”? (german text)

In one of our last feature discussions on www.designresearchnetwork.org, Prof. Wolfgang Jonas gave a plausible answer:

—please excuse: the text is in german —

Wie unterscheiden sich Design und RTD hinsichtlich ihrer Ergebnisse?
Wann ist es Design, wann ist es Forschung?

Eine schwierige Frage, auf die ich auch keine hundertprozentige Antwort habe. Ich rekapituliere noch einmal die Kategorien der Designforschung:

C1
research ABOUT design (Beobachter aussen, blickt nach innen): Hier werden disziplinäre wissenschaftliche Theorien benutzt, um den Gegenstand (Design) zu verstehen. Es gelten wissenschaftliche Standards, uneingeschränkt.

Research FOR design (Beobachter aussen, blickt nach aussen): Hier werden wissenschaftliche Theorien verwendet, um den Designprozess mit Wissen anzureichern. Ziel ist die Verbesserung des Prozesses im Hinblick auf Effizienz und Effektivität. Angewandte Forschung. Wissenschaftliche Standards fungieren als Garanten.

C2
Research THROUGH design (Beobachter innen, blickt nach aussen): Es geht um externe Ziele, d.h. die Verbesserung lebensweltlicher Situationen. Ergebnisse sind praktische Problemlösungen und / oder neues Wissen über die Verbesserung der Situationen. Dies kann auch Wissen über Phänomene sein, die von anderen Wissenschaften bereits mit ihren Mitteln behandelt wurden (als Beispiel aus Q&H fällt mir etwa ein: Der Begriff des Vertrauens im partizipatorischen Planungsprozess).

Research AS design (Beobachter innen, blickt nach innen): Der abduktive Prozess… hier kommt Wissenschaft vielleicht implizit / tacit vor, als kreativer Erfahrungsschatz…

Wir sprechen hier über Research THROUGH design als eine besondere Form der Designforschung. Unterschiede zwischen Design und RTD sind fliessend, unscharf, auch stark sozial bestimmt: – Bedeutung des Forschungsanteils: geht es um eine praktische Problemlösung oder um die Beantwortung einer Frage? – Methodik: Explizit, anerkannt und nachvollziehbar? – Zeitaspekt: unmittelbarer Problemdruck – Innovation – Exploration? – Implementierungsdruck: Je geringer desto mehr Forschungschance? – Forschungsintensität: wieviel neues Wissen ist erforderlich? – Systemcharakter: Je komplexer das Setting, desto mehr Forschungsanteil? – Transferierbarkeit: Je höher, desto eher Forschung? – …

Ich glaube, dass ich hier mit Bruce Archer übereinstimme, der das sehr viel rigoroser formuliert hat. Oder es klingt jedenfalls rigoroser.

Bruce Archer, The Nature of Research, Co-design, interdisciplinary journal of design, January 1995 pp 6-13

“To return to our intermediate question, it becomes clear that for academic recognition purposes a practitioner activity can rarely be recognised as in itself a research activity. One has to ask: Was the activity directed towards the acquisition of knowledge? Was it systematically conducted? Were the findings explicit? Was the record of the activity ‘transparent’, in the sense that a later investigator could uncover the same information, replicate the procedures adopted, rehearse the argument conducted, and come to the same (or sufficiently similar) conclusions? Were the data employed, and the outcome arrived at, validated in appropriate ways? Were the findings knowledge rather than information? Was the knowledge transmissible to others? Oniy when the answers to all these questions are in the affirmative can a practitioner activity be classed as research.” .

About designabilities

http://www.design-research-lab.org/team/tom-bieling/
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