Universal Design – Versuchter Bericht vom Fachforum

Gern hätten wir an dieser Stelle vom Fachforum  “Universal Design – Unsere Zukunft gestalten” berichtet, welches das IDZ (Internationales Design Zentrum Berlin) mit dem Kompetenznetzwerk Universal Design heute am Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend veranstaltete. 

Ein Beginn mit Verzögerung, eine 30-minütige, streckenweise reduntante Begrüßungsrede des Staatssekretärs und eine anschließend abgespielte, 10 minütige und gänzlich unkommentierte Powerpoint-Slideshow nahmen uns leider einen großen Teil der Zeit, die wir eigens für diese Veranstaltung mitgebracht und eingeplant hatten.


[Die dazugehörige Publikation ist gegen 5 EUR Schutzgebühr erhältlich.
Oder alternativ per kostenlosen PDF download]

So blieb uns leider keine Zeit mehr für die Podiumsdiskussion, aber immerhin noch genug für den Eröffnungsvortrag Peter Glasers, dem wir immer wieder gern lauschen. Anstatt sich in gut gemeinten aber oft gehörten Allgemeinplätzen zu verlieren,  setzte Glaser unter anderem sich überschlägig aber dennoch auf den Punkt gebracht, kritisch mit der Frage auseinander, wie eine Gesellschaft überhaupt strukturiert sein muss, in der eine Idee wie Universal Design entsteht, und (ob oder) inwiefern diese letztlich umzusetzen sei.

Dies veranschaulichte er mit anekdotischen Beispielen gespickt, wobei uns insbesondere die Episode aus Kairo nachhaltig in Erinnerung bleiben wird. In Kairo – Glaser weiß dies als Rollstuhlfahrer aus eigener Erfahrung zu berichten – sind, sofern vorhanden, die Bürgersteige bisweilen ziemlich hoch. Lediglich streckenweise sind sie über Treppenstufen vereinfacht zu erklimmen, für Rollstuhlfahrer jedoch scheinbar gänzlich ungeeignet.

Das besondere nun:  Die Einwohner Kairos scheinen sich der Situation bewusst zu sein, so dass Bedürftigen (mitunter ungefragt) stets geholfen wird. Die universelle Grundlage einer funktionierenden Gesellschaft findet hier also bereits da statt, wo sie hingehört: auf sozialer Ebene.  Was die Notwendigkeit, den universellen Gedanken auf gestalterischer Ebene mitzudenken freilich nicht schmälert.

About designabilities

http://www.design-research-lab.org/team/tom-bieling/
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