What is Disability Studies? (and what not!)

Since we are mainly focusing on the correlation, the impact and the relevance of demographic and socio-cultural categories (especially concerning aspects of disability) on form and practice of design (process), as well as its effects on usage and practical use of design within these categories, it is important to us, to define the relevance of the scientific approach of disability studies to design research (and vice versa).

In this context Carol Gill’s** answers to the FAQs on disability studies help a lot to summarize what disability studies are (and are not) about, which makes the parallels and tasks to our research project obvious and understandable.

Carol Gill’s thoughts about what disability studies is about, have been translated and summarized by Bifos e.V into german. In deep appreciation of their work, we would like to quote an excerpt:

“1. Grundlage von Forschung und Lehre der Disability Studies ist das soziale Modell von Behinderung. Behinderung wird hierbei nicht als ein festgeschriebenes individuelles Merkmal sondern als sozial verliehener Status verstanden.

2. Was Behinderung ist, wird in jeder Gesellschaft durch ein komplexes Zusammenspiel politischer, ökonomischer Kräfte und kultureller Werte festgelegt. Die Disability Studies sind interdisziplinär, d.h. dass die Konstruktion von Behinderung nicht nur aus dem Blickwinkel von Pädagog/inne/n oder Mediziner/inne/n sondern auch aus der Sicht anderer Fachrichtungen wie z.B. Soziologie, Jura, Geschichts-, Literatur-, Wirtschafts- und Kulturwissenschaften untersucht wird.

3. Auch wenn sich manche Disability Studies Untersuchungen möglicherweise auf eine bestimmte Art von Behinderung konzentrieren, arbeiten die Disability Studies (als Schlussfolgerung aus dem sozialen Modell von Behinderung) grundsätzlich mit einem behinderungsübergreifenden Ansatz.

4. Der Fokus liegt in erster Linie nicht auf dem Individuum selbst sondern auf dem sozialen/politischen/ökonomischen/kulturellen Kontext in dem Behinderung steht und der die Erfahrungen und das Leben von Menschen mit Behinderung prägt.

5. Das Ziel von Disability Studies liegt nicht in der Vermeidung, Verbesserung oder Heilung einer Beeinträchtigung sondern in der kritischen Analyse der sozialen Prozesse von Behinderung. Diese Analyse soll nicht zu Erkenntnissen über die Korrektur des behinderten Menschen oder seiner Körperlichkeit führen sondern Wege aus unterdrückerischen, ausgrenzenden sozialen Systemen und Prozessen aufzeigen.

6. Disability Studies thematisieren die schon lange währende soziale Unterdrückung der Gemeinschaft behinderter Menschen, und sollen sowohl die Verbände behinderter Menschen wie auch einzelne Betroffene stärken. Forschung und Lehre müssen die Sichtweisen behinderter Menschen in ihren Mittelpunkt stellen.” *

In the same Article it is being defined, what disability studies is NOT.
Again we would like to quote on the german translation of Bifos:

Demnach werden Forschung, Lehre und/oder Projekte dann nicht als Disability Studies bezeichnet,

“1. wenn der Zustand oder das Funktionieren eines Menschen stärker im Blickfeld der Auseinandersetzung steht als der sozialpolitische Kontext in dem der behinderte Mensch lebt.

2. wenn das Ziel der Forschung / der Veranstaltung / des Projektes eher in der Heilung, Verhinderung oder Veränderung einer Beeinträchtigung als in der Veränderung behindernder Sozialsysteme oder –strukturen liegt.

3. wenn die Arbeit eher körperliche oder psychische Aspekte als Forschungsgegenstand herausgreift statt die komplexen Beziehungen zwischen dem Phänomen der Behinderung und beeinflussenden gesellschaftlichen Faktoren zu betrachten.

4. wenn die Sichtweisen behinderter Menschen keinen Einfluss auf die Arbeit haben.” *

* The two lists we cited, were found on disability-studies-deutschland.de, a project by bifos.org

**The lists have been summarized and translated (by bifos) in orientation to: Gill, Carol: Disability Studies: Looking at the FAQ`s. In: Alert. Newsletter of the Institute on Disability Studies and Human Development. University of Illinois at Chicago. Volume 9 (3), Spring 1998

About designabilities

http://www.design-research-lab.org/team/tom-bieling/
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